Ahlen neu denken

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Mehr Freizeitaktivitäten und schönere Schulen, Sport umsonst für Kinder aus sozial schwächeren Familien und einen neuen Fußballplatz - das sind nur einige Vorstellungen von Jugendlichen, die sie bei der Beteiligungsaktion „Ahlen neu denken!“ äußerten. Die zweistündige Veranstaltung fand am 16. November im Rahmen der Ahlener Präventionswoche statt. Ziel war es, gemeinsam mit jungen Menschen an den Zukunftsvisionen für und in Ahlen zu arbeiten und sie an der Stadtentwicklung beteiligen zu lassen.

Wie wollen wir in unserer Stadt mit anderen Menschen zusammenleben? Welchen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen wir in Ahlen? Welche Aufgaben für die Zukunft sieht die Stadt Ahlen auf sich zukommen? Welche Angebote wünschen sich Kinder und Jugendliche für sich und ihre Familien? Zu diesen und vielen anderen Fragen wollte die Stadtverwaltung gerne die Perspektive der Jugendlichen und ihre direkte Meinung wissen. Über 25 Jugendliche aus vier Ahlener Schulen folgten der Einladung und nahmen an der Gesprächsrunde im Rathaus teil. Beteiligt waren die Sekundarschule, die Fritz-Winter-Gesamtschule, das Städtische Gymnasium und das Gymnasium St. Michael. Auch die Mitglieder der Jugendredaktion wollten das Ereignis nicht verpassen und waren dabei. „Wir wollen heute mithelfen, Ahlen attraktiver für Jugendliche zu gestalten“, sagte Elena und hatte schon ein paar Ideen im Gepäck: „Ich glaube, dass es relativ viele Angebote für Jugendliche in Ahlen gibt, aber man zu schlecht darüber informiert wird. Und man davon nichts mitbekommt.“

Präventionskoordinatorin Marina Bänke organisierte die Veranstaltung und hörte den Jugendlichen aufmerksam zu. Sie will die Ideen und Anregungen der jungen Generation der Stadtgesellschaft für das kommunale Zukunftskonzept zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Ahlen nutzen.
Was man als Koordinatorin der kommunalen Präventionskette so macht, erklärte Marina Bänke kurz zu Beginn des Gespräches: „Ich arbeite mit vielen Kollegen vom Jugendamt, mit Schulen, Kitas oder Schulsozialarbeiterinnen daran, dass Kinder und Jugendliche in Ahlen gut und gesund aufwachsen können.“ Christina Günther von der Landeskoordinierungsstelle „Kommunale Präventionsketten NRW“ war ebenfalls zu Gast im Rathaus, um den Jugendlichen zu erklären, was an dem Konzept der Präventionskette so besonders ist – die Vernetzung der sonst getrennten Systeme Bildung, Gesundheit, Förderung und Unterstützung für Familien sowie Stadtentwicklung und -planung.

Nach einem Auflockerungs-Quiz zu Ahlen fragte Selma Brand, die Moderatorin aus Münster, in die Runde, was man für eine glückliche Kindheit brauche. Den Jugendlichen fiel einiges dazu ein: Freizeit, ein guter Familienzusammenhalt, Gewaltfreiheit, Kita-Plätze und Spielmöglichkeiten in der Nähe für ihre kleinen Geschwister. Ganz wichtig: WLAN an öffentlichen Plätzen und in der Schule. Wo es nicht nur an Informationen, sondern auch an Infrastruktur fehle, sei der Sportbereich. Und auch gemeinsame Freizeitaktionen unter Jugendlichen aus der Stadt Ahlen seien ausbaufähig. Die Arbeit erfolgte sowohl im Plenum mit vielen lebendigen Diskussionsrunden als auch in Kleingruppen. Die Kleingruppen konnten einige Fragstellungen konkreter beraten, zum Beispiel „Was macht ein gutes Jugendzentrum aus?“.  Möglichkeiten zum Lernen, Abendprogramm mit Live-Musik, Poetry-Slams, Theaterkurse, ein Politcafé für Jugendliche – Marina Bänke nahm alle Ideen auf und versprach damit weiter zu arbeiten. Im Verlaufe des Abends entstand zudem ein Kurzvideo mit Beteiligung der Jugendlichen. Darin beantworten sie die Frage, wie sie unsere Stadt wahrnehmen.

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